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Wettbewerbsanalyse – warum ist dieses Tool so wichtig?

Vielleicht fragt ihr euch, warum Unternehmen andere Firmen auf dem Markt analysieren sollten, auch wenn sie eigentlich nichts mit ihnen direkt zu tun haben. Gemäß der Weisheit “Alles Fließt“ (lat. Panta Rhei) oder “Die einzige Konstante ist die Veränderung“ sollten sie stets nicht nur die Veränderungen im Markt, sondern auch die Konkurrenten im Auge behalten. Mithilfe von Wettbewerbsanalysen überprüfen Unternehmen alle wichtigen Faktoren, die auf den Zielmarkt Einfluss haben. So können Führungskräfte die Strategien der Konkurrenten besser verstehen und im günstigsten Fall sogar vorhersehen– wenn beispielsweise Veränderungen am Markt auftreten. Dann können Unternehmen schlussendlich folgern, was sie selbst besser machen oder verändern sollten.

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©Stevepb/pixabay.com

Wettbewerb zwischen Rivalen ist ein natürliches Phänomen, in dessen Rahmen nur der Stärkste überlebt. Die Situation in der Wirtschaft ist ähnlich. Unternehmen schaffen sich heutzutage einen Wettbewerbsvorteil, indem ihr Angebot den Bedarf der potenziellen Kunden besser deckt, als das Angebot ihrer Konkurrenten. Deswegen gibt es eine ständige Konkurrenz untereinander. Wenn ein Unternehmen eine gute Marktanalyse durchführt, sind alle darauffolgenden Aktionen meist auch erfolgreich. Außerdem haben die besten Wettbewerber die freie Wahl darüber, wie sie die Preise festlegen wollen (Marktmacher), wodurch sie sich wiederum große Marktanteile sichern können. Im aktuellen Markt, der äußerst wettbewerbsorientiert ist, kann eine Wettbewerbsanalyse entscheidend für das Unternehmen sein.

Eines der bekanntesten Beispiele für langjährige Rivalität ist die zwischen Coca-Cola und Pepsi. Der Wettbewerb zwischen den beiden Marken existiert schon seit dem späten 20. Jahrhundert und ist seit jeher in den Medien und sozialen Netzwerken präsent. Einerseits sind die Einnahmen von Coca-Cola zwar höher, andererseits erzielt Pepsi aufgrund seiner größeren Auswahl an Produkten und Dienstleistungen höhere Umsätze.

Ein weiteres Beispiel für ständige Rivalität findet sich in der Smartphone-Branche. Technologische Innovationen werden tagtäglich vorgestellt und die Smartphone-Hersteller konkurrieren um Preis, Design und Qualität. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, ist es notwendig, die neuesten Trends Tag für Tag zu beobachten und rechtzeitig auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren. Dies ist eine besonders anspruchsvolle Aufgabe in einem sich ständig verändernden Markt. Auch die Globalisierung trägt zu erhöhter Wettbewerbsfähigkeit und Marktliberalisierung bei.

Die Wettbewerbsanalyse sollte ein Hauptbestandteil für jeden Businessplan sein, da sie einem Unternehmen nicht nur eine bessere Positionierung im Markt und die Weiterentwicklung der Marketing-Strategie, sondern auch die Vorhersage gewisser künftiger Ergebnisse ermöglicht. Eine gute Wettbewerbsanalyse beansprucht zwar viel Zeit und Anstrengung, bietet Unternehmen aber langfristig gesehen Vorteile.

Es gibt viele Methoden, die in der Wettbewerbsanalyse genutzt werden. Zu einer guten Analyse gehören folgende Punkte:

  1. Aktuelle und potentielle Wettbewerber des Unternehmens
  2. Deren Ziele und Strategien
  3. Deren Stärken und Schwächen
  4. Medien, die zur Bewerbung ihrer Produkte und Leistungen genutzt wurden
  5. Potenzielle Chancen und Gefahren, die von der Konkurrenz ausgehen

Informationen über die Konkurrenz können gesammelt werden, indem deren Werbung, Werbematerialien, Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter und das Kundenfeedback untersucht werden. SEO-Analysen werden oft für die Webanalyse der Wettbewerber benutzt: Indem man gewisse Schlagwörter verwendet, kann man sehen, wie gut die Firma im Internet bewertet wird. Umso besser die Bewertung einer Website und je höher die Besucheranzahl der Seite, desto mehr potenzielle Kunden werden als offizielle Kunden gewonnen. SEO-Optimierung kann z. B. Wettbewerbsstärke, Beliebtheit gewisser Themen oder primäre bzw. sekundäre Schlagwörter bestimmen. Des Weiteren können dabei auch Websites aufgelistet werden, welche aktiv an der Verbesserung der Position arbeiten, und abschätzen, wie erfolgreich die Verbesserungsversuche sind. Diese Strategie wird von Unternehmen genutzt, um Mittbewerber hinter sich zu lassen.

Deshalb ist die Wettbewerbsanalyse ein nützliches Tool für das Marketing und die weitere Entwicklung von Strategien. Bei Wettbewerbsrivalität geht es darum, sich stets mit den Besten seiner Branche zu vergleichen und daraus zu lernen. Das gewonnene Wissen sollte dann eingesetzt werden, um positiv aufzufallen und sich als bestes Unternehmen am Markt zu beweisen.

Lucija Juricev-Sudac

Dieser Blog ist in Zusammenarbeit mit unserer Partneragentur HBI entstanden.

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