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Wie Wearables zur Stabilisierung des Gesundheitssystems beitragen können

Der Wohlstand einer Region beziehungsweise eines Landes ist nicht nur an seinen finanziellen Möglichkeiten, sondern auch an der hohen Lebenserwartung seiner Bürger zu erkennen. Die Entwicklung der Medizin trug dazu bei, dass sich die Lebenserwartung und der Lebensstandard zum Positiven veränderte. In Deutschland liegt die Lebenserwartung von Frauen bei 83,05 und von Männern bei 78,13 Jahre– 1950 beispielsweise wurden Männer im Schnitt 64 und Frauen 68 Jahre alt. Natürlich ist diese Entwicklung erstaunlich und lobenswert, stellt man ihr allerdings die Geburtenrate entgegen – in Deutschland liegt sie bei 1,4 Kindern pro Frau – taucht folgendes Problem auf: Der demografische Wandel und die mit ihm einhergehende Differenz zwischen Jung & Alt führt zu einem Ungleichgewicht in der Gesundheitsversorgung. Bereits jetzt klagen Krankenhäuser und Pflegedienste über viele vakante Stellen: Aus einer repräsentativen Studie der Bertelsmann-Stiftung geht hervor, dass 61 % der deutsche Pflegebetriebe Probleme bei der Besetzung offener Stellen haben – demnach bleiben durchschnittlich 4,3 Stellen unbesetzt.

Dieses Problem ist schon länger bekannt: welche Alternativen können genutzt werden, um diesen Personalmangel auszugleichen? Kann Technologie dabei behilflich sein, das Gesundheitssystem stabil zu halten? Ja, sie kann!

Das Internet der Dinge (IoT) ist ein Resultat des aktuellen technologischen Fortschritts und hält bereits jetzt Einzug in alle Lebensbereiche. Noch vor einigen Jahren konnte man sich beispielsweise nicht vorstellen, dass man mit Handys im Internet surfen kann. Eine Entwicklungsstufe weiter, war das Surfen zwar möglich, aber zur damaligen Zeit noch mit hohen Kosten verbunden. Wer kennt die Situation nicht, wenn man ausversehen das Internet-Symbol anwählte und dann schreckhaft versuchte, den Vorgang wieder abzubrechen?

Und heute? Heute scheint es unvorstellbar, dass wir jemals ohne Internet gelebt haben. Wie war es möglich ohne den Einsatz von Google Maps sein Ziel zu erreichen? Wieso sollte ich joggen gehen, wenn ich meinen Erfolg nicht einmal per Tracking-App festhalten und mich für das nächste Mal motivieren kann? Wie, du hast kein WhatsApp? In nahezu jeder Lebenssituation kann man auf eine App zurückgreifen, ob man nun endlich Nichtraucher sein will, oder einfach nur eine Erinnerung benötigt, sein Medikament rechtzeitig einzunehmen.

Laut einer Studie von AGOF digital facts haben dieses Jahr 76,1 % der Gesamtbevölkerung in Deutschland das Internet genutzt. Nicht einberechnet sind dabei Kinder unter 14 Jahren. 89,2 % der 14 – 29-Jährigen sind Internetnutzer.

Die Zahlen sprechen für sich. Das Phänomen Internet scheint in der Gesellschaft angekommen – dieses Phänomen, dem lange Zeit Misstrauen entgegengebracht wurde. Das IoT hat mit ähnlichen Vorurteilen zu kämpfen. Wahrscheinlich ist es menschlich, dass man solchen grundlegenden Neuerungen erst einmal kritisch gegenübersteht. Welche Vorteile das IoT im Healthcare-Bereich mit sich bringt, welche Effizienzsteigerung und Kostenreduktion damit verbunden ist, möchte ich euch anhand des Wearables von Biovotion erklären.

Das Unternehmen Biovotion aus der Schweiz, 2011 gegründet, brachte ein Gerät auf den Markt, das aktiv zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beiträgt und die Qualität der Medizin fördert.

Das Produkt basiert auf klinischem Expertenwissen und hilft den Nutzern, ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Es zeichnet den Puls, die Sauerstoffsättigung und die Körpertemperatur seines Nutzers auf und verfügt außerdem über einen Bewegungstracker. Das Device ermöglicht seinem Nutzer eine größere Unabhängigkeit, da er nicht für jede Blutdruckmessung zum Arzt gehen muss. Auf diese Weise kann das Wearable zur Entlastung der eigenen Familie beitragen, oder sogar vor der Entstehung neuer Krankheitssymptome im Allgemeinen schützen. Durch die Informationen verbessert sich bei vielen Nutzern, laut Hersteller, die Qualität des Schlafs und der Alltagsstress nimmt ab. Das Produkt ist sehr leicht und wird unauffällig am Arm getragen.

Biovotion gewann mit seinem Device im vergangenen Jahr einen Award der „WearableTechnologyShow“ – eine der wichtigsten Shows in der Wearable- und IT-Branche. Ebenfalls 2015 gewannen sie den „European CEO Award“ als innovativstes Unternehmen. Dieses Jahr gewann Biovotion einen „Red Herring“-Award

An diesem Beispiel wird schnell klar, dass man mithilfe von Wearables die Vorteile des technologischen Fortschritts für sich nutzen kann. Könnte das Wearable beispielsweise Übergewicht und daraus resultierende Krankheiten verhindern? Im besten Fall können Wearables Krankheiten vorbeugen, oder zumindest den Anreiz dazu liefern, sein Leben gesünder zu gestalten und sich mehr zu bewegen. Somit wird die eigene Gesundheit gefördert und gleichzeitig das Gesundheitssystem entlastet.

Die Verabschiedung des E-Health-Gesetzes am 4. Dezember 2015 ebnete den Weg zum Austausch digitaler Informationen im Gesundheitswesen: Notfalldaten und ein einheitlicher Medikationsplan werden künftig auf der Gesundheitskarte gespeichert. Außerdem besteht mit dem Gesetz erstmals die Möglichkeit, alle Vitalzeichen und sonstige aufgezeichnete Daten von Fitnesstrackern oder Wearables an Ärzte zu übermitteln. Bis 2018 sollen Arztpraxen und Krankenhäuser flächendeckend an diese Infrastruktur gekoppelt sein. Bei einem Schlaganfall beispielsweise spielt die Zeit bis zur medizinischen Versorgung eine große Rolle. Je kleiner die Zeitspanne zwischen Schlaganfall und Erstbehandlung ist, desto größer die Chance, dass der Betroffene vollständig genesen kann. Mithilfe von Wearables und der Datenbereitstellung kann auf notwendige Informationen sofort zugegriffen werden, ohne dabei kostbare Zeit zu verlieren, weil vor der Erstbehandlung beispielsweise noch gesundheitliche Fragen und Unverträglichkeiten geklärt werden müssen.

Das Internet der Dinge bietet im Healthcare-Bereich sehr viele Möglichkeiten, um unser Leben zu erleichtern. Die Lösung von Biovotion ist nur eine davon. Warum sollte man diese also nicht nutzen?

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©Robert Scoble/flickr.com

Dieser Blog ist in Zusammenarbeit mit unserer Partneragentur HBI entstanden.

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