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Tony's Chocolonely: kein Greenwashing, sondern grünes Marketing

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Letzten Montagmorgen wurde ich wach gemacht durch eine App: “Ich wollte das eben teilen, weil ich es wirklich cool finde”. Der Link von einer Tony‘s Chocolonely-besessenen Freundin führte zu einem Artikel über die rebellische Schokoladenmarke, die vier neue Geschmacksrichtungen vorstellte, die durch die Konkurrenten KitKat, Twix, Ferrero Rocher und Toblerone inspiriert waren. Zwanzig Jahre nach dem unerfüllten Versprechen der Schokoladenindustrie, illegale Kinderarbeit zu bekämpfen, war es Zeit zu handeln, dachte sich Tony’s Chocolonely.

Ganz im Sinne seines aktivistischen Ansatzes hat Tony’s Chocolonely einen Link zu einer Petition zur Beendigung von Sklaverei und Kinderarbeit auf die Verpackung seiner Schokoladensüßwaren gesetzt. Außerdem hatte Tony’s angekündigt, dass der Erlös der neuen Riegel an 100WEEKS gehen würde, eine Plattform, die Frauen hilft, extremer Armut zu entkommen. All dies, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Konzerne Mars, Mondelēz, Ferrero und Nestlé ihrer Verantwortung nicht nachkommen.

Aber die Frage ist berechtigt, ob Tony’s Chocolonely dies selbst tut. Immerhin änderte Tony’s nach einem Gerichtsverfahren über den Begriff “sklavenfrei” seinen Slogan von “100 Prozent sklavenfrei” in “auf dem Weg zu 100 Prozent sklavenfreier Schokolade”. In den letzten Jahren hat Tony’s den Slogan “Gemeinsam machen wir 100 % sklavenfrei produzierte Schokolade zur Norm” verwendet, was eigentlich die eigene Stärke und den Einfluss des Unternehmens untergräbt.

Und doch schafft es Tony’s Chocolonely immer wieder, dass die Medien positiv über das Unternehmen berichten. Trotz der vielen investigativen Journalisten, die die grünen Behauptungen untergraben, einschließlich der Lieferanten in Tony‘s Kette. Warum schafft es Tony’s Chocolonely, dem Vorwurf des Greenwashings zu entgehen?

Wegen seines guten grünen Marketings.

Grünes Marketing

Während sich Greenwashing dadurch auszeichnet, dass Dinge besser dargestellt werden, als sie sind, dass Dinge vertuscht werden oder dass über ihren grünen Charakter schlichtweg gelogen wird, basiert sich Green Marketing auf einer authentischen, guten Geschichte, die auf Fakten beruht.

Tony’s Chocolonely ist hierfür ein perfektes Beispiel:

– Die Menschen hinter Tony’s definierten ihre Mission aus einem Wunsch und (je nach Weltanschauung) einem Bedürfnis heraus eine bessere Welt zu schaffen. Sie sind Teil einer sozialen Bewegung und zeigen, dass sie nicht nur mit ihrem Produkt protzen wollen

– Sie sind authentisch in ihrer Markenkommunikation. Sie versuchen, so genau wie möglich zu überwachen, was in ihrer Kette passiert und schauen, wie sie ihr Produkt so nachhaltig wie möglich gestalten können

– Sie schauen auf das große Ganze. Die Zukunft von eineinhalb Millionen Kindern steht auf dem Spiel, nicht Tony‘s Schokolade

– Sie geben an, was noch nicht gut läuft und wie sie dies verbessern wollen. Sie sind kritisch gegenüber dem eigenen Geschäftsbetrieb und kommunizieren so eine verlässliche Botschaft.

Können wir auch Ihnen mit grünem Marketing helfen? Lassen Sie es uns wissen! Wir werden zunächst einen sehr kritischen Blick darauf werfen, ob Sie alle Bedingungen erfüllen und Ihr Produkt nicht nur in Grün gewaschen ist.