• nl
  • en
  • de
Crisis call: +31 (0)26 372 0871
Wisse Kommunikatie Wisse Kommunikatie
Crisis call: +31 (0)26 372 0871
Aktuell

Unternehmenskultur und interne Kommunikation als Katalysatoren für eine gelungene Transformation in der Krise

Blog

Die Corona-Krise hat uns alle erwischt wie ein kalter Regenschauer. Unerwartet, ungekannt und extrem sind die Auswirkungen auf unser alltägliches Leben, aber vor allem auch auf unseren beruflichen Alltag. Arbeiten von zuhause. Nicht nur für Mitarbeiter eine Haarsträubende Situation an die man sich erstmal gewöhnen muss, aber auch für Führungskräfte eine echte Herausforderung.

Wo interne Kommunikation und Unternehmenskultur stiefmütterlich vernachlässigt wurden in den letzten Jahren, zeigt sich nun ihr Wert mehr als deutlich. Sie kreieren Zugehörigkeitsgefühl, Motivation, Kooperation und Zufriedenheit. Gerade wenn das Büro diese Dinge nicht natürlich fördert, wird die Notwendigkeit dieser Zwei Disziplinen schmerzlich offensichtlich.

In No-Time haben Betriebe auf die Krise reagiert und online Tools eingerichtet um den täglichen und notwendigen Austausch von Projektteams zu organisieren. Alle klatschten in die Hände und jubelten der vorschnellten digitalen Transformation zu. Aber die verpflichtete Nutzung von online Tools macht noch keine Transformation eines Unternehmens. Erst wenn die Mehrheit der Mitarbeiter und vor allem auch die Geschäftsführung die neuen Tools umarmen und die Nutzung alle Bedürfnisse der Mitarbeiter zu decken weiß und dann diese auch noch zusammen weiterentwickelt, ist man der Transformation als Unternehmen ein ganzen Stück näher.

Unternehmenskultur ist kein Programmpunkt, der von heute auf morgen Top-Down beschlossen und durchgeführt werden kann. Auch reden heute viele Führungskräfte von einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur, zeigt die Realität, dass wir es hier mal wieder mit einem Schlagwortmissbrauch zu tun haben, anstatt einer ernstgemeinten Transformation der alltäglichen Handlungen mit den dementsprechenden Maßnahmen.

Zum Glück hat die Krise gezeigt, dass die für flauschige Weichspüler-Faktoren verschrienen Disziplinen einen mehr als harten Einfluss haben auf den Erfolg eines Unternehmens. Schon letztes Jahr als der „War for Talents“ losbrach, wurde Unternehmen klar, dass sie diese Disziplinen ernst nehmen müssen. Aber wie macht man das als Unternehmen? Hier ein paar Inspirationsideen:

Zusammengehörigkeitsgefühl

Jetzt wo alle alleine zuhause sitzen ist deutliche, regelmäßige und empathische Kommunikation betriebsintern so wichtig wie nie. Neben transparenter und faktischer Information zur aktuellen Lage um die aufgewühlten Gemüter zu beruhigen, ist auch Perspektive und Verständnis gerade jetzt nötig. Dass das kollegiale Miteinander, wie das Schwätzchen in der Küche nicht mehr möglich ist, heißt nicht, dass diese Aktivitäten nicht gebraucht werden für das Zusammengehörigkeitsgefühl. Unternehmen sollten hier kreativen Ersatz schaffen, durch z.B. spielerische Challenges, virtuelle Kaffeepausen, gemeinsame Koch- und Lunch-Videocalls strukturell in den Arbeitsalltag einzubauen. Wer hier als Betrieb versäumt zu kommunizieren, kann Mitarbeiter nicht nur demotivieren sondern auf langer Sicht gar verlieren.

Bewegliche Arbeitsstrukturen

Die Zeit der starren Strukturen ist vorbei. Jetzt wo von Mitarbeitern Flexibilität gefragt wird, muss auch ein Unternehmen flexibel reagieren. Durch zusammen mit Mitarbeitern neue Strukturen zu diskutieren anstelle diese vorzuschreiben, kreiert ein Unternehmen den Freiraum um passende und nachhaltige Erneuerungen zu entscheiden. Ein Plus: die Theorien der Change-Kommunikation lehrt uns, dass der Widerstand gegen Veränderungen abnimmt, wenn man mitentscheiden kann.

Förderung eines innovatives Mindsets

Altbewährtes los zu lassen fällt jedem schwer, ist aber gerade jetzt von Nöten, da sich sowieso alles verändert. Die Zeit der Veränderung ist jetzt und wer sich als Unternehmen traut neue Wege zu beschreiten und dies zusammen mit seinen Mitarbeitern tut, wird in Zukunft nicht nur relevant bleiben und nachhaltige Veränderungen zu Tage bringen, aber auch merken, dass Mitarbeiter mit innovativen Ideen das Unternehmen bereichern. Ideen fördern und Experimente zulassen ist die Devise mit Offenheit gegenüber Neuem, Vertrauen, Dialogbereitschaft und Wertschätzung für die Bedürfnisse aller kann man als Unternehmen jetzt die Mitarbeiter für Morgen schaffen, die den Betrieb voran bringen. Eine erfolgreiche virtuelle Führung lebt von der Fähigkeit das Team und die einzelnen Mitglieder durch einen gemeinsamen Zweck und Ziele zu einen.

Kollaboration in der Unternehmensstrategie fest verankern

Die Zeit für der Inselkulturen in Betrieben ist vorbei und vernetztes Arbeiten wird die neue Norm. Und das nicht durch die Benutzung der Technologie sondern durch eine Kultur des Miteinanders. Nicht nur zusammen gegen Corona, sondern zusammen für eine gemeinsame Zukunft durch Projektteamzusammenstellungen die das anwesende Wissen und den Ideenreichtum des Personals bündelt.

Neue Führungsdefinition, neues Glück

Wenn alte Systeme erneuert werden, können alte Führungsstile nicht mehr mithalten. Auch Führungspersönlichkeiten müssen sich an die neue Situation anpassen und sich selbstkritisch mit ihrer Rolle auseinandersetzen. Von Kontrollieren und Überwachen nach Coachen und Motivieren.  Das erzeugt Nähe zwischen Führungskräften und Teams.

Wenn man als Unternehmen nun ernsthaft und vor allem kontinuierlich an diesen Faktoren arbeitet, kann man sich seiner Zukunft gewiss sein. So kann eine innovative Unternehmenskultur aufgebaut werden, die durch motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter mit oder ohne Krisen getragen wird.