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Zehn Schreibtipps um ausschweifende Texte zu bändigen

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Sie meinen es gut mit Ihrem Text. Ein einprägsames Thema, ein schöner Plot und ein Text, der die Zielgruppe berührt. Und dann das Feedback: zu überladen und ausschweifend. Ich, überladen? Und was bedeutet das eigentlich, ein zu ausschweifender Text? Nicht auf den Punkt gekommen. Voller Fachausdrücke. Sehr umständlich geschrieben.

Ernsthaft, hat jemand hier eine schlüssige Definition dafür? Denn wer entscheidet, was für den Leser interessant ist? Und was ist schwierig zu lesen? In meinem Kopf klinkt es wie Hochdeutsch.

Wie auch immer, mit den folgenden Tricks können Sie Ihre Texte so schreiben bzw. bearbeiten, dass Ihre Botschaft kurz und bündig jeden Leser erreicht.

1. Nicht direkt drauflos schreiben

Schreiben Sie nicht gleich wie wild drauflos, sondern überlegen Sie sich erst, was Sie vermitteln wollen. Sie gehen doch auch nicht ohne Einkaufsliste in den Supermarkt, oder? Sie können das so genannte Message-House-Model verwenden, um den Kern Ihrer Botschaft zu definieren. Dies verhindert, dass Sie in der Mitte Ihrer Geschichte eine andere Perspektive, Daten und Zahlen hinzufügen, die nicht in das Message House (den Kern) Ihres Inhaltes passen.

Message house

Mit dem Message-House-Model wird Ihre Nachricht konkret und gut unterbaut. Klicken Sie auf das Bild für eine vergrößerte Version.

Message House

Das Message House ist eine grafische Darstellung davon, wie man einen Text mit einer Botschaft am besten aufbaut. Die Hauptbotschaft bildet das Dach, und darunter befinden sich drei “unterstützende Botschaften” (Beweise), die die Hauptbotschaft unterstützen. Der Zweck eines Message Houses ist es, die Konsistenz Ihres Textes sicherzustellen. Indem Sie Ihre Hauptbotschaft an den Anfang stellen, wird Ihr Text kurz und bündig. Die drei unterstützenden Botschaften stellen sicher, dass Ihre Botschaft ausreichend untermauert ist.

2. Bestimmen Sie, wer Ihr Leser ist

Viele Menschen schreiben aus ihrer eigenen Perspektive. Sie wollen ihr Wissen vermitteln und ihre Beispiele teilen. Aber was hat Ihr Leser davon? Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie zunächst wissen, wer Ihr Leser ist. Was weiß er bereits? Was ist die Rolle des Lesers? Bevorzugt er kürzere, eingängige Texte oder lange, tiefgründige Inhalte? Und was soll der Leser tun, nachdem er Ihren Text gelesen hat?

Beispiel:

In der Praxis waren vor allem die Bewohner der südlichen Provinzen mit weitreichenden Veränderungen konfrontiert. Während des Kolloquiums wird darauf geachtet, wie all dies von der wallonischen und luxemburgischen Bevölkerung wahrgenommen wurde, die sich nun an der Peripherie des neuen Heimatlandes befand. Es wird auch untersucht, ob in entgegengesetzter Richtung – und aus dem Ausland – auch im französisch- und deutschsprachigen Raum ein Wahrnehmungsprozess begonnen hat und welche Themen dabei eine Rolle spielten. Die Teilnehmer des Kolloquiums werden gebeten, sich bis spätestens 9. November 2012 unter [E-Mail-Adresse] anzumelden und zu bestätigen, ob sie an diesem Gespräch teilnehmen möchten.

Dieser Text ist buchstäblich eine Einladung für ein Gruppengespräch auf einer Website. Selbst wenn ich ein Gelehrter wäre, der sich für Geschichte interessiert, würde mich dieser Text nicht ansprechen.

Wahrscheinlich haben Sie sich auch gefragt, für wen dieser Text bestimmt ist und warum umständliche Wörter wie Kolloquium verwenden werden.

Und was soll ich mit diesem Text machen? Ich weiß noch nicht, warum ich mich für das Kolloquium anmelden sollte. Heutzutage wollen wir Texte die auf den Punkt bringen was gemeint ist und als Leser sofort verstehen, was für uns wichtig ist. Hier ein paar Tipps, um die Verbindung mit Ihrer Zielgruppe herzustellen:

  • Ihre Zielgruppe hat nichts mit Ihrer internen Politik am Hut. Schreiben Sie also nicht über Ihr Unternehmen, sondern darüber, was Sie Ihrer Zielgruppe anbieten können
  • Ihre Zielgruppe hört nicht jeden Tag Fachjargon.
  • Eine Nachricht, ohne Widererkennungswert für den Leser, ist für Ihn nicht von Nutzen. Ihr Leser stellt immer die Frage “Was bringt es mir?”
  • Idealerweise möchten Sie den Leser auf Ihr Ziel hinweisen: Teilen Sie den Text, erfahren Sie mehr oder melden Sie sich für etwas an. Dies kommt in dem Beispiel ziemlich spät im Text und wird auch ziemlich ausführlich beschrieben. Machen Sie dies am Anfang Ihres Textes deutlich und beschreiben Sie es konkret und prägnant.

Sie können die Verbindung mit dem Leser leicht überprüfen. Wie oft wird ich, wir, uns und der Name des Unternehmens im Text verwendet? Versuchen Sie (wo möglich), es durch Ihr, Sie, du, dir oder Ihnen zu ersetzen.

3. Schreiben, schreiben, schreiben

Dies kann auf viele verschiedene Arten geschehen. Manche Leute schreiben lieber erst Stichpunkte mit Schlüsselwörtern, die schließlich Sätze bilden, andere schreiben ihren Text lieber direkt aus. Das wie spielt keine Rolle. Solange Sie Ihren Text neben das Message House legen und sich fragen, ob das, was Sie schreiben, noch in Ihr Konzept passt.

4. Legen Sie Ihren Text weg

Wir wollen oft die anstehende Aufgabe so schnell wie möglich abschließen. Das ist menschlich. Aber machen Sie ein paar Stunden Pause, bevor Sie Ihren Text wirklich zu Ende schreiben. Konzentrieren Sie sich auf eine andere Aufgabe. Gehen Sie für einen Spaziergang aus dem Haus. Oder vereinbaren Sie einen Termin zum Mittagessen oder rufen Sie wegen eines anderen Projekts an. Kommen Sie nach ein paar Stunden mit einem frischen Blick zurück und „räumen“ Sie Ihren Text nochmal auf. Alles Überflüssige weg.

5. Lesen Sie Ihren Text rückwärts

Bevor Sie wieder in den Inhalt eintauchen, ist es eine gute Idee, eine schnelle Rechtschreibprüfung durchzuführen. Tippfehler können sich einfach einschleichen. Wenn Sie Ihren Text rückwärts lesen, vermeiden Sie das Lesen des Inhalts und bleiben auf die Wörter konzentriert.

6. Vorlesen

Lesen Sie Ihren Text (teilweise) einem Kollegen vor, der mit dem Thema Ihres Textes nichts zu tun hat. Versteht er den Text? Das ist ein Indiz dafür, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Wenn alles gut geht, lesen sich die Sätze flüssig, wenn Sie sie laut vorlesen. Wenn nicht, sind sie zu lang. Kurze Sätze sind einprägsamer und bleiben leichter hängen.

Oder nehmen Sie Ihre Texte mit Ihrem Diktiergerät auf. Lassen Sie die Menschen in Ihrer Umgebung den Text hören oder hören Sie ihn sich selbst an. Schlafen Sie ein? Kürzen Sie den Text!

7. Vermeiden Sie Vergangenheitsformen

Sie brauchen nicht alle Vergangenheitsformen zu streichen, denn wenn der Text in Ihr Message House und in das Weltbild Ihres Lesers passt, ist das nicht nötig. Aber es gibt sie doch: Die Vergangenheitsbewältigung. Schreiben Sie im Jetzt. Es ist so verlockend, in der Vergangenheitsform zu sprechen. Das ist aber immer weniger interessant für Ihren Leser. Die Vergangenheit ist die Vergangenheit. Heute ist interessant und relevant!

8. Bringen Sie etwas Aufregung in Ihren Text

Mit konkreten Beispielen wird sich Ihr Leser ein viel besseres Bild von Ihrem Text machen können. Qualität steht an erster Stelle, der Kunde ist König… Schön (oder eher nervig), diese Klischees, aber was bedeuten sie in Ihrem Text? Denken Sie sich eine Situation aus, in der das Klischee in Ihrem Unternehmen tatsächlich zum Ausdruck gekommen ist. Bieten Sie kreative Lösungen an? Dann erzählen Sie uns von der ausgefallenen Idee und wie diese Ihrem Kunden weitergeholfen hat!

9. Hereinspaziert

Schauen Sie sich auch die Struktur Ihres Textes an. Wer sagt, dass Autoren den Leser immer mindestens mit einem Absatz vorsichtig an ein Thema heranführen sollten? Kein Leser wird sich beschweren, wenn die wichtigste Botschaft im ersten Absatz steht. Denken daran, was Sie selbst wollen würden; wenn Sie etwas zurückzahlen müssen, würden Sie es dann lieber am Ende der E-Mail lesen oder direkt im ersten Absatz?

10. Schwammige Wortwahl: Weg damit!

So, jetzt haben Sie schon bereits ganz konkrete Tipps. Bitte streichen Sie noch die einen oder anderen schwammigen Wort und Floskeln bei der Endkontrolle:

  • Als Antwort auf
  • Nach unseren Aufzeichnungen
  • Im Rahmen von
  • In Bezug auf
  • Möglicherweise
  • Als Ergebnis von
  • Eigentlich
  • Nicht unwahrscheinlich
  • Scheinbar
  • Mit Hilfe von
  • Mit anderen Worten
  • Ich möchte betonen….

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