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Ein Einblick in das Handwerk des PR-Beraters: Lerne loszulassen!

Als PR-Berater teilen wir gerne die großartigen Ergebnisse, die wir für unsere Kunden erzielt haben. Logischerweise kommunizieren wir gerne und am Liebsten über Dinge, die gut geklappt haben. Aber als externe Partei muss man sich auch mit unternehmensinternen Richtlinien auseinandersetzen, die dazu führen können, dass Entscheidungen getroffen werden, die im Widerspruch mit den gemachten Empfehlungen stehen. Zum Beispiel wird eine Pressemitteilung nicht gesendet oder ein Journalist ignoriert. Und das kann sehr frustrierend sein.

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Foto von Ankush Minda auf Unsplash

In einer Agentur zu Arbeiten bedeutet, dass man jederzeit um Rat gebeten werden kann. Von außen betrachtet man die Organisation mit weniger rosigen Gläsern und gibt an, welche Strategie am besten zu ihrem Kommunikationsproblem passt. Das ist für mich einer der großen Vorteile des Berufs. Sie suchen ständig nach dem besten Weg, um die Frage des Unternehmens zu beantworten.

So probiert man die Organisation zu positionieren und sicherzustellen, dass der Ruf des Unternehmens gut ist und bleibt. Wir erreichen dies auf verschiedenste Art und Weise, zum Beispiel indem wir unsere Medienbeziehungen nutzen und die Experten des Unternehmens in Blogs oder Interviews zu Wort kommen lassen oder Unternehmen bei einer Messe oder Veranstaltung mit PR-Aktivitäten unterstützen. Für verschiedene Kunden entwickeln wir eine Social-Media-Strategie (die wir natürlich auch durchführen). Was auch immer die Frage ist, unser Bestreben ist immer den strategischen Ansatz für das beste Ergebnis zu finden.

Verbundenheit

Aber gelegentlich hat diese kontinuierliche Suche nach der besten Strategie auch einen Nachteil. Oft weiß man ganz genau, was die beste Herangehensweise ist, aber man weiß auch, dass dieser Ansatz niemals umgesetzt werden wird. Die Rolle des Außenstehenden ist die Rolle des Beraters und leider nicht die Rolle des Entscheidungsträgers.

Es ist manchmal schwierig, die Füße still zu halten. Da hat man alle Beweise versammelt, die so offensichtlich auf die richtige Strategie hinweisen und doch entscheidet der Kunde sich anders und bleibt dein Ratschlag unbeachtet liegen.

Loslassen

Aber ob man es mag oder nicht, und ich normalerweise nicht, es gibt immer einen Grund, warum eine Idee nicht übernommen wird. Denn wenn man als PR-Berater gefragt oder ungefragt  Ratschläge erteilt, kann es sein, dass der Rat nicht passt, nicht angemessen ist oder in der Form nicht umgesetzt werden darf. Es kann auch passieren, dass Unternehmen sich nicht trauen gewagte Ansätze umzusetzen, man kein Budget hat oder an alten Strukturen festgehalten wird.

Lernen loszulassen ist daher das Motto. Man sollte ungenutzten Rat links liegen lassen und sich auf andere Aktivitäten und Aufträge konzentrieren. Aber lassen Sie sich nicht davon abhalten, neue Ideen zu präsentieren oder Aktivitäten vorzuschlagen. Das ist immerhin die Stärke eines Außenstehenden, aus einem neuen Blickwinkel andere Perspektiven zu erkennen, als die eines Mitarbeiters im Unternehmen. Und deshalb ist man der Berater!

Marlous Fortuin

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