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Ein Nickerchen auf der Arbeit, stell dir das mal vor?

Einige unserer Kunden konzentrieren sich mit ihren Produkten, Dienstleistungen und Inhalten auf HR-Medien. Es ist daher logisch, dass wir uns bewusst sind, was in diesem Bereich vor sich geht. Themen, die viel abgedeckt werden, sind Ergonomie, Zeitmanagement und Produktivität bei der Arbeit. Interessant zu lesen und man kann diese Informationen verwenden, um auch selbst produktiver zu werden oder den E-Mail-Posteingang in Ordnung zu bringen. Aber in dieser Reihe von Themen beschleicht mich oft das Gefühl, dass deutsche Büroangestellte zu pingelig sind, um dem Expertenrat zu folgen. Oder liegt das an mir?

Inemuri

In Japan ist es die normalste Sache der Welt, dass Menschen für eine Weile die Augen schließen, unabhängig von Ort und Anlass. Dieses Phänomen wird Inemuri genannt. Niemand findet es befremdlich, wenn Menschen sich auf der U-Bahn-Treppe oder während eines Meetings ausruhen, weil jeder es so macht. Es ist auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Viertel der Japaner etwa 50 Stunden pro Woche arbeitet. Man ist ein guter und loyaler Angestellter, wenn man hart arbeitet, viele Überstunden macht und fast keine freien Tage nimmt. Einfach mal fallen lassen, um dann erneut wieder mit voller Kraft voraus zu können. Solange man mal Leistung bringt, wenn es darauf ankommt.

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Japan und Deutschland sind eindeutig zwei verschiedene Welten. In Bezug auf Kultur und Arbeitsweise. Aber auch in Deutschland hört man immer mehr über Power Naps während der Arbeitszeiten. Man schießt einfach seine Augen lädt die Batterien auf, bevor man zu dem wichtigen Kundengespräch muss. Es gibt sogar Schemata, die genau angeben, wie lange man benötigt, um den idealen ausgeruhten Zustand zu erreichen. So bleibt man im Zeitplan und ist wieder produktiv.

Praktische Interpretation

Schlaf ist also gut für die Produktivität. Aber wie wendet man das an? Die meisten Betriebe haben keine so inspirierende Büroumgebung wie Google oder Facebook. Und um mit dem Kopf im Großraumbüro auf dem Tisch zu liegen, gibt keinen so motivierten Eindruck.

Bei Wisse Kommunikationatie haben wir kürzlich einem Inspirationsraum eingerichtet mit einem Sitzbereich, in dem wir entspannt diskutieren oder Brainstorming betreiben können. Ein schöner Platz, der viel benutzt wird, aber was würden wir verdutzt dreinschauen, wenn auf einmal ein Schnarchen aus diesem Raum dringen würde!

Außerdem haben die Nickerchen, die ich zuhause gemacht habe, immer den gegenteiligen Effekt gehabt. Ich habe es wahrscheinlich nicht richtig gemacht, da ich immer völlig orientierungslos wach geworden bin und mich dann eher gehetzt gefühlt habe anstatt fit und relaxed. Wenn ich mal wieder eine kurze Nacht hinter mir habe, werde ich mir weiterhin mit einer zusätzlichen Tasse Kaffee helfen und am Abend früher ins Bett gehen. Ein Nickerchen auf der Arbeit? Das ist nicht so meins.

Marlous Fortuin

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