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Kommunikationsprofies aufgepasst – Das sind die Karrierekiller unserer Branche

Jeder kennt die 10 besten Tipps um Karriere zu machen oder die allgemeinen Top-Eigenschaften, die man haben sollte, um erfolgreich zu sein. Die neue Umfrage unter 1000 Kommunikationsprofies von News Aktuell und Faktenkontor wollte jedoch wissen, welche Fettnäpfchen man vermeiden sollte, um seinem beruflichen Erfolg nicht zu schaden.

Die Resultate der imFebruar 2018 durchgeführten Online-Befragung, an der Fach- und Führungskräften aus deutschen Pressestellen und PR-Agenturen teilgenommen haben, wurden nun veröffentlicht.

Die Sorgen, die Branchenweit geteilt werden, sowie das nehmen von Elternzeit (19 Prozent) oder das ungefragte Teilen von Meinungen mit der Chefetage (14 Prozent) lassen auch Kommunikationsprofies ihre Stirn in Falten legen und um ihre Karriere fürchten.

Eine Uneinigkeit wird jedoch deutlich Bezug auf den Karriereeinfluss den die Voll- oder Teilzeitarbeit hat. Fast je ein Drittel der Befragten gab an „auf eine 40-Stunden-Woche zu bestehen“ bzw. das in „Teilzeit arbeiten“ hinderlich für die Karriere sein. Meiner Meinung nach zeigen diese sehr gegensätzlichen Meinungen, dass man je nach Geschäftigkeit in kleinen oder großen Betrieben, hier kein Allheilrezept angeben kann.

Etwas in dem wir als Kommunikationsprofis alle übereinstimmen ist sicherlich, dass zu früh kommunizieren genauso schlecht ist wie zu spät. Hierin sind auch die Befragten einstimmig und geben an das sowohl ein verfrühtes veröffentlichen der Bilanzzahlen (32 Prozent) als auch einen Pressebericht zu früh zu versenden (29 Prozent) extrem schädlich sind für eine Karriere.

Zwei weitere Stolpersteine, die mich persönlich überrascht haben, sind sich ins Gespräch bringen als Nachfolger für den (PR-)Chef (17 Prozent) und gegenüber den Kollegen oder Kunden klare Stellung zu beziehen (15 Prozent). Ich gebe der Umfrage recht, dass in beiden Fällen eine schroffe Herangehensweise sehr schädlich sein kann für den beruflichen Erfolg, aber mit Fingerspitzengefühl sollte man in der Lage sein seine professionelle Meinung zu teilen.

Die Mehrheit der Befragten war sich jedoch einig, was die zwei Hauptfauxpas betrifft. Wer bei Journalisten über den Chef lästert (57 Prozent), untergräbt seine eigene Integrität bei der Presse und wer hätte das gedacht, natürlich auch das eigene Ansehen beim Chef und damit seine Chancen auf eine Beförderung.

Wer als Pressesprecher in einer Krise nicht erreichbar ist, hat sein Ziel verfehlt. Ganze 68 Prozent der Befragten waren sich einig, dass dies der schlimmste und gravierendste Fehler ist den man machen kann.

Diese interessanten Einsichten in die Meinungen der deutschen Kommunikationsbranche entfachte auch intern bei Wisse Kommunikatie, einer niederländischen PR Agentur, eine Diskussion. Wir stimmen den Gefahren der verfrühten Kommunikation zu, wollen jedoch dem Risiko der zu späten Kommunikation genug Aufmerksamkeit schenken, da diese auch unglaublich schädlich ist. Zeit ist Geld. Gerade beim Kommunizieren ist das Timing von Bedeutung. Des Weiteren ist bei uns die Sorgfalt im Umgang mit Kundeninformation sehr wichtig. Vor allem wenn es um vertrauliche Angelegenheiten geht. Nichts kann das Vertrauen der Kunden und der Kollegen zerstören, wie ein zu laxer Umgang mit Informationen. Auch das Kommunizieren an sich, mit Kunden, Kollegen und der Presse, sollte mit Sorgfalt ausgeführt werden. Wir sind immerhin von der Kommunikationsbranche, also wisse wem du schreibst und wie du dieser Zielgruppe schreibst.

Anne Nicolaides

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