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Werbegeschenke zur Weihnachtzeit

In der Geschäftswelt ist die Vorweihnachtszeit immer sehr stressig. Alles muss vor dem Jahreswechsel abgerundet werden und jeder denkt schon an die besinnliche Zeit mit der Familie und dem guten Essen. Glücklicherweise ist es auch die Zeit der Weihnachtskarten und Weihnachtsgeschenke aus Geschäftsbeziehungen, die den Alltag versüßen.

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Louis Soeterboek und Jan Wolter Vanderhoek, die die Enzyklopädie für Werbung und Marketing in den frühen 1980er Jahren veröffentlicht haben, definieren ein Werbegeschenk wie folgt: "Ein Werbegeschenk ist ein Artikel, der unter einer selektiven Auswahl von Kunden oder Lieferanten mit der Absicht vertrieben wird, um "Danke" zu sagen." Auch ist diese Definition fast 40 Jahre alt, trifft sie auch heute noch zu. Heutzutage wird es jedoch immer schwieriger, mit einem einzigartigen Werbegeschenk aufzufallen ohne Anschuldigungen von Bestechungsversuchen zu bekommen. Deshalb sollte man bei einem Werbegeschenken eine strategische Herangehensweise handhaben.

Warum?

Es ist bekannt, dass es einfacher und billiger ist, einen alten Kunden zu behalten, als einen neuen Kunden zu gewinnen. Um eine Beziehung zu unterbauen und mehr Loyalität zu schaffen, können Sie ein Werbegeschenk verwenden. Es ist ein Mittel, um einem Geschäftspartner zu zeigen, dass die Zusammenarbeit geschätzt wird, um eine Werbeaktion oder Aktivität zu unterstützen oder um an die bestehende Beziehung zu erinnern. Auch im Beziehungsmanagement ist es wichtig, ein Budget festzulegen und über die folgenden Punkte nachzudenken.

Wer?

Bei einem Werbegeschenk zu Weihnachten ist es wichtig zu bedenken, dass nicht jeder Geschäftspartner ein Geschenk erhalten muss oder gar darf. Manchmal ist eine Weihnachtskarte genug. Zum Beispiel dürfen Regierungsbehörden gesetzlich gesehen gar keine Geschenke akzeptieren. Nach dem Korruptions-Skandal bei Siemens in 2006 sind in ganz Deutschland die betriebsinternen Regeln für Geschenke verschärft. Deshalb ist es wichtig, darüber nachzudenken, welcher Kontakt ein Geschenk erhalten sollen und in welcher Form. Folgende Fragen können Ihnen helfen: Welcher Kunde bringt den meisten Umsatz? Mit wem will man im kommenden Jahr zusammenarbeiten? Es können auch persönliche Gründe sein, warum Sie nur einem bestimmten Kontakt ein Geschenk machen möchten.

Wie schenkt man richtig?

Gerade rund um die Weihnachtszeit bekommen Firmen viele Geschäftsgeschenke und Weihnachtskarten (wenn auch nichtmehr so viele wie früher). Um in diesen Massen hervor zu stechen, ist ein originelles Geschäftsgeschenk von Nöten. Hier ein paar Punkte, um das bestmögliche Geschenk zu finden.

  • Das beste Geschenk ist ein persönliches Geschenk. Das gilt auch für Beziehungsgeschenke in der B2B-Branche. Wenn Sie Ihren Kontakt gut kennen, kann ein Geschenk, das auf persönliche Vorblieben eingeht oder ein persönlicher Text wertvoller sein als ein teures Geschenk. Denken Sie zum Beispiel an eine Flasche Wein mit einem hausgemachten Etikett mit Ihrem Logo und einem persönlichen Wunsch. Auch trinkt der Empfänger die Flasche Wein ein halbes Jahr später, weiß er genau woher diese feine Flasche Wein kommt.
  • Weil ein Geschenk immer auch eine Visitenkarte ist, sollte es zu Ihrer Firma passen. Zum Beispiel könnte ein Tischler hölzerne Untersetzer verschenken. Es ist aus dem Material, das er verwendet, es ist nützlich und kann für jeden Kontakt personalisiert werden.
  • Geschenke, die der Zielgruppe entsprechen, werden mehr geschätzt. Denken Sie sorgfältig über die Zielgruppe nach. Zum Beispiel würde eine Kindertagesstätte ein lustiges Spiel mehr schätzen als einen Kalender mit den schönsten Gebäuden von 2018.
  • Auch praktische Geschenke sind immer empfehlenswert. Jedoch fällt der 100ste Stift oder USB-Stick nicht wirklich auf. Diese werden dennoch oft geschenkt, weil sie längere Zeit in Benutzung sind und somit Ihre Geschäftspartner immer an Sie erinnern. Um den gleichen bleibenden Eindruck zu erzeugen, werden immaterielle Geschenke, wie Ausflüge, immer beliebter.
  • Es ist jedoch eine Gradwanderung ein gutes Geschenk zu geben oder jemandem das Gefühl zu vermitteln, bestochen zu werden und zwischen einer kleinen, netten Aufmerksamkeit oder nutzlosem Kitsch.

 

Tipps

  1. Schenken wird nicht nur außerhalb des Unternehmens geschätzt. Mitarbeiter sind das Herz eines Unternehmens und kleine Aufmerksamkeiten erhalten nicht nur die Freundschaft sondern auch die Loyalität zum Arbeitgeber. Gesetzlich gibt es eine monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44€ per Mitarbeiter und für persönliche Anlässe sogar 60€.
  2. Es muss nicht immer Weihnachten sein. Um Aufzufallen können Sie Ihren Geschäftspartnern auch zu einem anderen Zeitpunkt ein Geschenk zu kommen lassen. Zum Beispiel zur Geburt eines Kindes, zum Namenstag oder zum Jahrestag des ersten Kontaktes. Oder auch in der ersten Woche des neuen Jahres, sowie dieser Blog. Auch hier gilt: weniger ist mehr. Wenn man zu oft schenkt, verliert diese Geste ihre Wirkung.

Kurz gesagt, investieren Sie lieber Zeit und Aufmerksamkeit in ein Werbegeschenk als Geld. Ein Geschenk, das vom Herzen kommt, wird auch mehr Herzen gewinnen ohne sauer als Bestechungsversuch aufzustoßen.

 

Anne Nicolaides

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